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Mittwoch, 30. September 2015
2. Etappe: Melbeck - Winsen an der Aller
icedragonp, 18:34h
Der 2. Tage sollte schon etwas härter werden. Von Melbeck ging es über Waldwege nach Amelinghausen, wo ein netter kleiner See ist. Von hier ging es an der Straße entlang weiter Richtung Soltau. Hier spürte ich zum ersten Mal meine Beine, die Strecke war zwar flach, aber wie so oft im Norden herrschte ein starker Wind und ich spürte die Anstrengung vom Vortag. Auf der linken Seite war ein großes Militärgebiet der Bundeswehr bei Munster, das man nicht betreten durfte. Irgendwann bog ich nach links ab nach Wietzendorf, wo ich mit meiner App (Oruxmaps + Openandromaps (basiert auf Openstreetmap)) einen Zeltplatz ausfindig gemacht hatte. Auf dem Weg dahin kam ein großer Sturm auf und ich verschanzte mich zwischen einem Feld und einem Wald und legte mich flach auf den Boden. Der Wind machte jegliches Weiterfahren zur Tortur, irgendwann ebbte das Gewitter jedoch etwas ab und ich fuhr weiter.
Der angebliche Zeltplatz in Wietzendorf entpuppte sich als lautes Ferienzentrum ohne Möglichkeit sein Zelt zu passablen Preisen irgendwo hinzustellen. Also musste es weitergehen, der nächste Zeltplatz war bei Winsen, das noch ein großes Stück weiter im Süden lag. Und in dem Moment fing es an wieder stärker zu regnen und winden. Der erste richtige Kampf gegen das Wetter begann. Zunächst erreichte ich Bergen, wo ich mich in einem Supermarkt verpflegte. Ab da ging es weiter nach Winsen, wobei ich am ehemaligen KZ Bergen-Belsen vorbeikam. Ziemlich erschöpft und durchnässt erreichte ich Winsen. Der Campingplatzbesitzer sah mich etwas mitleidig und misstrauisch an, da ich total durchnässt war und auch schon ca. 21:30 Uhr, gewährte mir jedoch einen etwas windgeschützten Ort auf dem Zeltplatz und einen Schnaps. Irgendwie schaffte ich es mein Zelt aufzubauen, wobei ich nicht verhindern konnte, dass beim Aufbau ein paar Liter Wasser in das Zelt regneten, die ich mittels meines Handtuchs wieder aus dem Zelt schöpfte. Erschöpft aber zufrieden schlief ich ein.
Das schlimmste bei solchen Fahrradtouren sind nasse Füße. Eine Grundregel lautet deshalb immer Ersatzschuhe und am besten wasserdichte Schuhe mitzunehmen.
Der angebliche Zeltplatz in Wietzendorf entpuppte sich als lautes Ferienzentrum ohne Möglichkeit sein Zelt zu passablen Preisen irgendwo hinzustellen. Also musste es weitergehen, der nächste Zeltplatz war bei Winsen, das noch ein großes Stück weiter im Süden lag. Und in dem Moment fing es an wieder stärker zu regnen und winden. Der erste richtige Kampf gegen das Wetter begann. Zunächst erreichte ich Bergen, wo ich mich in einem Supermarkt verpflegte. Ab da ging es weiter nach Winsen, wobei ich am ehemaligen KZ Bergen-Belsen vorbeikam. Ziemlich erschöpft und durchnässt erreichte ich Winsen. Der Campingplatzbesitzer sah mich etwas mitleidig und misstrauisch an, da ich total durchnässt war und auch schon ca. 21:30 Uhr, gewährte mir jedoch einen etwas windgeschützten Ort auf dem Zeltplatz und einen Schnaps. Irgendwie schaffte ich es mein Zelt aufzubauen, wobei ich nicht verhindern konnte, dass beim Aufbau ein paar Liter Wasser in das Zelt regneten, die ich mittels meines Handtuchs wieder aus dem Zelt schöpfte. Erschöpft aber zufrieden schlief ich ein.
Das schlimmste bei solchen Fahrradtouren sind nasse Füße. Eine Grundregel lautet deshalb immer Ersatzschuhe und am besten wasserdichte Schuhe mitzunehmen.
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1. Etappe: Lübeck - Melbeck
icedragonp, 17:10h
Die 1. Etappe startete in Lübeck, dem Ort, an dem ich meine Masterarbeit geschrieben hatte. Datum war der 24.07.2015. Mein Mitbewohner Fadi half mir dabei das Gepäck runterzubringen und das Fahrrad zu beladen.
Dann ging es los, was irgendwie ein seltsames Gefühl ist, wenn man weiß, das noch ca. 2500 km vor einem liegen. Aber ich fühlte mich gut. Es ging zunächst am Ratzeburger See entlang bis Ratzeburg, wo ich einen Mann traf, der mir von seinen Plänen erzählte, bei Eintritt in das Rentenalter bis St. Petersburg mit dem Fahrrad zu fahren. Weiter ging es nach Mölln, dem Ort von Till Eulenspiegel. Ab da ging es entspannt am Elbe-Lübeck-Kanal weiter, wo ich mir eine kleine 2-stündige Mittagspause in der Sonne gönnte. Bei Lauenburg ging es dann über die Elbe, wobei man von der Brücke einen ganz netten Blick auf Lauenburg hatte.
Am Elbe-Seitenkanal ging es weiter bis zum Schiffshebewerk Scharnebeck.
Von dort war es nicht mehr weit bis Lüneburg.

Dort erregte ich an einer sehr belebten Fußgängerzone mit Cafes große Aufmerksamkeit, da ich mit meinen Gepäcktaschen ein Restaurantschild umstieß das krachend zu Boden fiel, weshalb ca. 100 Cafebesucher auf mich starrten.
Nach diesem lustigen Ereignis ging es an der hübsch neu erbauten Leuphana Universität vorbei bis nach Mellbeck, wo ein relativ ruhiger Campingplatz am Fluß liegt. Insgesamt konnte ich an diesem Tag eine lange Distanz (ca. 110 km) hinter mich bringen, was wohl an meiner relativen Ausgeruhtheit lag.
Dann ging es los, was irgendwie ein seltsames Gefühl ist, wenn man weiß, das noch ca. 2500 km vor einem liegen. Aber ich fühlte mich gut. Es ging zunächst am Ratzeburger See entlang bis Ratzeburg, wo ich einen Mann traf, der mir von seinen Plänen erzählte, bei Eintritt in das Rentenalter bis St. Petersburg mit dem Fahrrad zu fahren. Weiter ging es nach Mölln, dem Ort von Till Eulenspiegel. Ab da ging es entspannt am Elbe-Lübeck-Kanal weiter, wo ich mir eine kleine 2-stündige Mittagspause in der Sonne gönnte. Bei Lauenburg ging es dann über die Elbe, wobei man von der Brücke einen ganz netten Blick auf Lauenburg hatte.
Am Elbe-Seitenkanal ging es weiter bis zum Schiffshebewerk Scharnebeck.
Von dort war es nicht mehr weit bis Lüneburg.

Dort erregte ich an einer sehr belebten Fußgängerzone mit Cafes große Aufmerksamkeit, da ich mit meinen Gepäcktaschen ein Restaurantschild umstieß das krachend zu Boden fiel, weshalb ca. 100 Cafebesucher auf mich starrten.
Nach diesem lustigen Ereignis ging es an der hübsch neu erbauten Leuphana Universität vorbei bis nach Mellbeck, wo ein relativ ruhiger Campingplatz am Fluß liegt. Insgesamt konnte ich an diesem Tag eine lange Distanz (ca. 110 km) hinter mich bringen, was wohl an meiner relativen Ausgeruhtheit lag.
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